Unser Garten

Der Garten gliedert sich in verschiedene Bereiche, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Entlang der Straße befinden sich die üppigen Gärten mit Pflanzen, die es nicht allzu trocken möchten. Auf der gegenüberliegenden Seite des Wohnhauses hingegen befindet sich der Grillplatz und im Anschluss unser Wüstengarten. Dazu gesellen sich noch verschiedene kleinere Beete und Bereiche, die der Obst und Gemüsekultur gewidmet sind. All dies ist umgeben von artenreichen Wiesen in einer malerischen Landschaft.
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Der Wüstengarten

Mit etwa 2600 m² ist dies der größte, auffälligste und somit namensgebende Teil des Gartens. Hierzu zählen aber auch die Wiese und die mit Yuccas gespickte Böschung am Rande. Die speziell angelegten Wüstenbeete kommen auf schätzungsweise 1000 m² Mit dem Bau des ersten Beetes habe ich im Frühling 2004 begonnen. Schon bald wurde es erweitert und alle paar Jahre kam ein neuer Teil hinzu. Das bisher letzte Beet wurde 2020 errichtet.
Im Winter dominieren die starken Strukturen von Yuccas und Gehölzen, aber schon von Frühling bis zum Herbst blüht es hier so üppig, dass man eigentlich kaum von einer Wüste sprechen kann. Doch die vielen winterharten Kakteen und Agaven verweisen auf die trockenen Bedingungen hier. Kombiniert werden Pflanzen jeglicher Art und Herkunft in den Beeten, solange sie mit den gebotenen Standortbedingungen zurechtkommen und sie uns in das Bild passen.
In der Gestaltung legen wir großen Wert auf starke Kontraste in Form und Farbe.

Neben der großen Vielfalt an Palmlilien (Yucca spp.) gibt es hier noch eine artenreiche
Sammlung von winterharten Kakteen (Opuntia, Echinocereus und Escobaria), Mittagsblumen (Delosperma), Bartfaden (Penstemon) zu bestaunen. Gräser finden zwar überall im Garten Verwendung, sind in den Wüstenbeeten aber auch ein wichtiges Element. 2016 neu hinzugekommen ist ein kleines Araukarien-wäldchen (Araucaria araucana), das ich mir schon lange gewünscht hatte. Viele Jahre wurde ein etwa 100 m² großer Teil mit feuchtigkeitsempfindlichen Pflanzen im Winter durch ein luftiges Regendach geschützt. Seit dem Winter 2020/21 wird auf den großflächigen Regenschutz verzichtet.

Der Schattengarten

Ebenfalls 2004 baute ich den Schattengarten, der mit 150m² erheblich kleiner ist. Das liegt aber auch daran, dass es keine Möglichkeit der Expansion gibt, doch der Moorbeetgarten greift diese Pflanzengesellschaft nochmals auf. Durch einen Torbogen betritt man den Garten, ein schmaler Weg gabelt sich und führt zum Sitzplatz unter der Bananensstaude oder jenem am Quellstein. Eine Hanfpalme und andere Pflanzen drängen in den Weg, aber bis zu einem gewissen Grad lassen wir das zu. Dadurch entsteht ein gewisses „Dschungelfeeling“, welches an einen mystischen, geheimen Garten denken lässt, den man erst erforschen muss.

Zu den aufallensten Pflanzen hier zählen die schon genannte Bananenstaude (Musa basjo) und eine Faden-Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana 'Imbricata Pendula'), als Schattenspender fungiert eine alte Maikirsche. Eine Besonderheit ist auch eine großblättrige Magnolie (Magnolia macrophylla) am Rand des Gartens. Zur Blütezeit besonders auffallend sind noch die Kamelien (Camellia japonica und C. sasanqua), winterharten Fuchsien (Fuchsia spp.) und Begonien (Begonia grandis), sowie eine Reihe weiterer Schattenstauden und exotischer Gehölze.

Der Moorbeetgarten

Der Wunsch nach einem eigenen Moorbeet wurde 2006 umgesetzt. Hierbei ist das eigentliche Moorbeet, welches leider nur wenige m² ausmacht, in eine waldähnliche Anpflanzung eingefügt, die ähnlich wie im Schattengarten aufgebaut ist.

Schatten spendet hier, neben einigen alten Zwetschkenbäumen ein Maulbeerbaum (Morus nigra). Umrandet ist der Garten mit einer bunten Gehölzsammlung: Korkeiche (Quercus suber), Zwerg-Küstenmamutbaum (Sequoa sempervirens 'Adpressa'), Bunter Etagenhartriegel (Cornus controversa 'Variegata'), Lavendelheide (Pieris spp.), einer Grevillea victoriae und vielem mehr. Natürlich sind die Schlauchpflanzen (Sarracenia spp.) und andere Moorbewohner das Highlight hier. Da die Carnivoren allerdings zu sehr von anderen Pflanzen bedrängt werden, planen wir den Bau eines weiteren Moorbetes, um ihnen eine bessere Umgebung bieten zu können. An jener Stelle spendet uns allerdings ein großer Nußbaum willkommenen Schatten an heißen Sommertagen. Solange der Baum gesund ist, wird das Beet also warten müssen.

Zusätzlich zu diesem Moorbeet ist in einem Wüstenbeet ein winziges Kalkmoor integriert, das allein durch die darin enthaltenen Orchideen auffällt
.

Der Grillplatz

„Als aus einem Hügel eine Senke wurde“ Geboren wurde die Idee für diesen Grillplatz an langen, warmen Sommernächten, an denen wir am Lagerfeuer am Fuße eines Erdhügels vom Hauszubau saßen. 2001 begann ich die Idee umzusetzen und baute einen leicht versenkten, von niedrigen Steinmauern umgebenen, kreisrunden Platz mit einer Feuerstelle in der Mitte.

In einer kleinen Nische wächst ein Feigenbaum (Ficus carica). Eine Blumenesche (Fraxinus ornus) spendet etwas Schatten in der Mittagshitze. Nach Norden zu schützen höhere Gehölze wie zum Beispiel eine Zirbe (Pinus cembra), eine immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora) und eine Hänge-Himalayazeder (Cedrus deodara 'Pendula'). Als Sitzgelegenheiten dienen halbierte Baumstämme, eine Bank aus einem Eichenpfosten und ein Stein, der sich in der Sonne erwärmt, was des Nachts sehr angenehm ist. Zum Grillen verwenden wir ein Dreibein, in das man eine Pfanne, einen Rost oder einen Kupferkessel einhängen kann.
Wunderbar, an lauen Nächten hier am Feuer zu sitzen, dem Gezirpe der Grillen zu lauschen und umgebenden von duftenden mediterranen Kräutern ein Gläschen Wein zu genießen.


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